Grunderwerbsteuer Rechner – bis 6,5% zu werden 2018 fällig

Grunderwerbsteuer Rechner: geben Sie das Bundesland und die Kaufsumme ein, die Berechnung der prozentualen Grunderwerbsteuer erfolgt über die Datenbank Obwohl der Anteil an Wohneigentum in Deutschland im europäischen Vergleich nur unterdurchschnittlich ist, fördert der Staat Eigentum an Immobilien nicht sonderlich. Mit der Grunderwerbsteuer erschwert er vielmehr den Erwerb von eigengenutzten Wohnen und der Altersvorsorge. Der Bund der Steuerzahler spricht von einer Wohneigentums-Bremse, wer unseren Grunderwerbsteuer Rechner nutzt, weiß warum.

Die finanziellen Auswirkungen sind mit unserem Immobilienrechner schnell zu kalkulieren. Die Steuer beim Grunderwerb wird immer fällig, wenn ein Grundstück erworben wird, egal ob es bebaut oder unbebaut ist. Im besten Fall zahlt der Käufer 3,5% je nach Wohnsitzbundesland, wer Pech hat wird mit 6,5% zur Kasse gebeten. Rechtlich finden sich die Grundlagen in § 11 Absatz 1 GrEStG. Fällig wird die Steuer nach Abschluss des notariellen Kaufvertrages. Die Bemessungsgrundlage ist der im Kaufvertrag genannte Kaufpreis.

Begriff & Definition
Die Grundsteuer ist eine Ländersteuer, die bei dem Erwerb von inländischen bebauten oder unbebauten Grundstücken nach dem Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) zu zahlen ist. Die Steuer ist 1 Monat nach Erhalt des Steuerbescheids fällig.

 

Grunderwerbsteuer Rechner – wieviel Prozent werden fällig?

Sie planen ein Grundstück zu kaufen und später zu bauen? Oder Sie beabsichtigen eine Gebrauchtimmobilie oder eine Eigentumswohnung zu kaufen? Dann werden Sie steuerpflichtig. Berechnen Sie mit unserem Grundsteuerrechner die auf Sie zukommenden Kosten.

Kaufpreis:
Bundesland:
 

Für Käufer von Grundstücken oder einfach für jeden Immobilienkäufer sind die Unterschiede der Kaufkosten durch unterschiedliche Grunderwerbssteuersätze beachtlich. Auch Sie müssen Ihr Objekt finanzieren? Nutzen Sie gern unseren online Baukreditrechner.

Beispiel – Musterrechnung  NRW

Mit dem Rechner ergeben sich beispielsweise für die Kaufsumme von 350.000 Euro für Bayern und Nordrhein-Westfalen deutliche Unterschiede bei den Gesamtkosten (weitere Nebenkosten wurden nicht berücksichtigt, Details können über unseren Nebenkostenrechner ermittelt werden)

Kaufpreis: 350.000 €
Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kaufpreis: 350.000,00 €
Steuer: 22.750,00 €
Gesamtpreis: 372.750,00 €

Bei einem Immobilien- oder Grundstückskauf mit Kaufsumme von 350.000 € zahlen Käufer damit in Nordrhein-Westfalen 10.500 € mehr Grunderwerbsteuer. Da Immobilien überwiegend fremdfinanziert werden, erhöht sich dieser Betrag im Laufe der Kredittilgungszeit um einen weiteren, stattlichen Betrag. Details können über unseren Kreditrechner berechnet werden.

Tabelle Grunderwerbsteuerbelastung der Bundesländer in Prozent

In der Tabelle 1 finden Sie die Steuersätze nach Bundesland getrennt.

Tab 1: Unterschiedliche  Grunderwerbsteuersätze in den Bundesländern

Bundesland [%]
Baden-Württemberg 5,0
Bayern 3,5
Berlin 6,0
Brandenburg 6,5
Bremen 5,0
Hamburg 4,5
Hessen 6,0
Mecklenburg-Vorpommern 5,0
Niedersachsen 5,0
Nordrhein-Westfalen 6,5
Rheinland-Pfalz 5,0
Saarland 6,5
Sachsen 3,5
Sachsen-Anhalt 5,0
Schleswig-Holstein 6,5
Thüringen 6,5

 

Grunderwerbsteueraufkommen der Bundesländer

2017

Die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer sind eine wichtige Einnahmequelle der Länder und sprudeln mit dem deutschen Immobilienboom seit Jahren stetig. Laut dem Monatsbericht Januar 2018 des Finanzministeriums betrug das Grunderwerbsteueraufkommen in 2017 13,1 Mrd. Euro. Das ist eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 5,9%.

2018

Auch 2018 können die Länder mit stabilen Einnahmen aus dem Gewerbesteueraufkommen rechnen, wie die Übersicht in Tabelle 2 nach Monaten zeigt.

Tab. 2: Gewerbesteuer Einnahmen der Länder in 2018 in Milliarden Euro

2018 Mrd. Euro
Jan 1,223
Feb 1,131
Mrz 1,220
Apr 1,121
Mai 1,052
Jun 1,097
Jul 1,197
Aug 1,259
Sep 1,136
Okt
Nov
Dez

September 2018 Steueraufkommen 1,136 Mrd. Euro

Hamburg

Wie hoch der Anstieg des Steueraufkommens bei A-Immobilien-Städten ist, zeigt die folgende Tabelle für das Grundsteueraufkommen in Hamburg: Quelle: kleineanfragen.de

Jahr Mio. Euro
2001 160,5
2002 140,9
2003 169,7
2004 161,6
2005 181,4
2006 280,9
2007 342,9
2008 233,8
2009 269,7
2010 267,8
2011 311,7
2012 317,3
2013 342,8
2014 360
2015 479
2016 441,8
2017 457,4

 

Bundesländer

Schleswig-Holstein: die Grunderwerbsteuer könnte 2018 von bisher 6,5% wieder uaf 5,0% gesenkt werden Daniel Günther: CDU-Fraktion will Grunderwerbsteuersatz auf fünf Prozent senken. „Die herausragende Einnahmesituation des Landes verdankt die Landesregierung
den Steuerzahlern. Es ist längst an der Zeit, diesen Leistungsträgern etwas zurück zu geben. Der bundesweit höchste Grunderwerbsteuersatz ist angesichts dieses Überschusses nicht mehr zu rechtfertigen“, erklärte dazu der CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Daniel Günther in Kiel.

Die CDU fordere deshalb eine Absenkung des Grunderwerbsteuersatzes um 1,5 Prozentpunkte auf den alten Satz von fünf Prozent. Die Union wolle diese Absenkung vorrangig an die Voraussetzungen des Erwerbs von Wohneigentum und des Wohnungsbaus knüpfen.“

Hessen Finanzministerium: Hessen möchte die Grunderwerbsteuer reformieren, insbesondere im Hinblick auf Gesetzeslücken für Unternehmen:
„Bei großen Immobiliendeals nutzen viele Unternehmen verschiedene Tricks, um die Zahlung der Grunderwerbsteuer zu vermeiden. Bei so genannten „Share Deals“ erfolgt der Verkauf eines Grundstücks nicht durch die steuerpflichtige direkte Übertragung des Grundstücks, sondern durch Übertragung der Anteile an der Gesellschaft, der die Immobilie gehört. Verkauft wird somit nicht eine Immobilie, sondern faktisch eine Firma. Grunderwerbsteuer wird dabei durch den Einsatz zahlreicher Gestaltungsmodelle nicht fällig.“

Antrag des Landes Nordrhein-Westfalen im Bundesrat: Entschließung des Bundesrates „Einführung eines Freibetrags für selbst genutztes Wohneigentum im Grunderwerbsteuerrecht“

Wissen

Bundesrat Drucksache 622/17
Quelle: Bundesrat
„Entschließung des Bundesrates „Einführung eines Freibetrags für selbst genutztes Wohneigentum im Grunderwerbsteuerrecht“

Der Bundesrat stellt fest, dass die Wohneigentumsquote in Deutschland trotz historisch niedriger Zinsen, seit Jahren stagniert und im europäischen Vergleich extrem niedrig ist. Insbesondere Haushalten mit geringerem Einkommen und jungen Familien ist der Erwerb von Wohneigentum oftmals nicht möglich. Sie verfügen regelmäßig nur über eine geringe Kapitalausstattung und werden vor allem durch die im internationalen Vergleich hohen Erwerbsnebenkosten besonders belastet.

Nach Überzeugung des Bundesrats ist Wohneigentum in der Hand von natürlichen Personen ein wesentlicher Baustein für eine gute Altersversorgung der Bevölkerung und damit förderungswürdig. Ein im Laufe des Erwerbslebens  abbezahlter, der Eigennutzung dienender Wohnimmobilienbesitz trägt dazu bei, die Kosten für das Wohnen im Alter kalkulierbarer zu machen und einer eventuell in dieser Lebensphase drohenden Abhängigkeit von staatlichen Unterstützungsleistungen entgegen zu wirken. Zudem bedeutet ein Eigenheim gerade für Familien auch ein großes Stück Planungssicherheit, womit es zu einem gelingenden Familienleben einen wichtigen Beitrag leisten kann.

Der Bundesrat hält es daher für geboten, die Bürgerinnen und Bürger und insbesondere junge Familien bei der Schaffung von angemessenem Wohneigentum zu unterstützen.

Als geeignete Maßnahme kommt hierfür aus Sicht des Bundesrats in Betracht, für von natürlichen Personen zur Selbstnutzung erworbene Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser oder Eigentumswohnungen und den Erwerb unbebauter Grundstücke durch natürliche Personen zur Bebauung mit den genannten Gebäudearten eine Begünstigung bei der Grunderwerbsteuer durch Gewährung eines Freibetrags einzuführen. Durch die Begrenzung des Freibetrags auf einen Höchstwert pro erwerbender Person sowie einer zusätzlichen Berücksichtigung von Kindern können der Förderumfang eingegrenzt und die familiäre Situation des jeweiligen Erwerbers angemessen berücksichtigt werden.

Der Bundesrat begrüßt, dass sich aus verschiedenen Wahlprogrammen und Länderkoalitionsverträgen ein breites  gemeinsames Bestreben zur  Förderung  der Bürgerinnen  und Bürger und insbesondere junger Familien bei der Bildung von Wohneigentum ableiten lässt und fordert die Bundesregierung auf,

  • zeitnah einen Gesetzentwurf einzubringen, der  auf  der  Grundlage vorstehender Überlegungen im bundesgesetzlich geregelten Grunderwerbsteuergesetz für Erwerbe von selbstgenutzten Einfamilienhäusern, Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen und den Erwerb unbebauter Grundstücke zur Bebauung mit den genannten Gebäudearten durch natürliche Personen eine entsprechende Freibetragsregelung vorsieht, und
  • hierbei eine angemessene Beteiligung des Bundes an den durch die neue Begünstigung entstehenden Einnahmeausfällen der Länder vorzusehen.

News unter Hastag #grunderwerbsteuer

02.10.2018 Die Landesregierung von NRW beabsichtigt noch bis 2022 die Grunderwerbsteuer zu senken. So steht es in mehreren Medien, wie z. B. hier. In der Originalquelle, dem Politisches Frühstück mit Ministerin Scharrenbach von der IHK Düsseldorf steht dann:

„Beim strittigen Thema Senkung der Grunderwerbssteuer verwies Scharrenbach darauf, dass diese Steuer die einzige landeseigene sei, die vor allem für mehr Sicherheit und die Modernisierung der Schulen gebraucht werde. „Aber bis 2022 werden wir eventuell über eine Änderung der Freibeträge in dieser Sache ein positives Signal geben können“, kündigte die Vertreterin der NRW-Regierung an.“

Der Steuerzahler freut sich dann eventuell in den nächsten Jahren über eine Ermäßigung des Steuersatzes.

12.01.2018 Nach Jahren der stetigen Steigerungen bei den Zinssätzen könnte ab 2018  Bewegung durch die neue Bundesregierung in der kommende Legislaturperiode kommen: Im Strategiepapier der Sondierungsverhandlungen steht unter „Steuerliche Förderung von mehr Wohneigentum“ auch optional für jedes Bundesland selbstständig Freibeträge für die Grunderwerbsteuer für bestimmte Bevölkerungs- oder Einkommensgruppen zu gewähren.

05.10.2017 Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.: Reformoptionen für die Grunderwerbsteuer

FDPMeinung zum Thema

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und ReaktorsicherheitBericht zum Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen und zur Wohnungsbau-Offensive.  Auszug “ Die große Mehrheit der Bündnispartner plädiert für eine Absenkung der Grunderwerbsteuersätze auf ein investitionsfreundliches Niveau. Hohe Grunderwerbsteuersätze verteuern Immobilientransaktionen und den Wohnungsneubau. Dies ist angesichts der Bestrebungen, insbesondere den Bau bezahlbarer Wohnungen anzukurbeln, kontraproduktiv.“

 

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